Hauptmenü
Rund ums Pferd > Reiten
Die Schule der Zirkuspferde
Bevor wir hier einige Zirkusfiguren aufführen, möchten wir ihnen den Zirkus etwas näher bringen. Eigentlich weis jeder was ein Zirkus ist, und sicher waren die Meisten schon einmal in einem Zirkuszelt und genossen die Vorstellung. Darin bewundert man nicht nur die Pferde, sondern auch viele andere Tiere und Künstler. Doch die Pferde im Zirkus sind etwas Tolles. Sie können viele Kunststücke und sehen immer gut aus. Auch der Reiter oder die Reiterin in ihren Kostümen und mit ihrer Eleganz beeindrucken groß und klein. Die Pferde gehören zum Zirkus und mit ihnen die Zirkuskunststücke.
Der Ursprung des Zirkus war im alten Rom. Schon 500v. Chr. vergnügten sich dort die Menschen im Circus Maximus. Das war der größte Zirkus im alten Rom. Dort wurden jedoch nicht nur Kunststücke und Clowns gezeigt, sondern nicht selten ging es dort um Leben und Tod. Es gab aber auch Schaukämpfe und Wagenrennen.
Im Mittelalter zogen Wanderzirkusse durch die Wälder und Wiesen von Ort zu Ort. Mit ihnen kamen die tanzenden Bären, Gaukler und Balladensänger. Seiltänzer und Kunstreiter schlossen sich erst im 18. Jahrhundert dem Zirkus an. Später wurden in den Dörfern und Städten die Zirkusse bekannt durch die „wilden Tiere“ die sie von fernen Ländern und Kontinenten gekauft haben.
Der englische Militäroffizier Philip Astley gründete im Jahr 1768 eine militärische Reitschule und präsentierte daneben Gaukler und Kunstreiter. Nach um nach entstanden immer mehr Zirkusse die mit einer Freilichtbühne umherzogen. Die ersten großen Zirkuszelte wurden im 19. Jahrhundert gebaut.
Nun aber widmen wir uns den Zirkuslektionen.
Zirkuslektionen
Spanischer Gruß Spanischer Schritt Kompliment Liegen Sitzen
Steigen Bergziege Aufs Podest steigen Kopf schütteln (nein)
Scharren (zählen) Kuss geben Verbeugen auch Pilé genannt
Ja sagen Apportieren Winken Flemmen
Hintrher laufen Change/Drehen
Hier werden nun die einzelnen Lektionen beschrieben und so gut wie möglich erklärt. Sie sollten jedoch von Anfang an ihr Pferd nicht zwingen eine Lektion zu erlernen. Es gibt Methoden mit denen nicht jeder einverstanden sind. Es sollte nie ein zwang für das Pferd entstehen. Wenn dies doch der Fall ist kann und wird es Gefährlich. Ein Pferd zu brechen, ist auf jeden Fall nicht der richtige Weg um mit Zirkuslektionen Erfolg und Spaß zu haben. Das Pferd sollte aber schon gelernt habe auf den Ausbilder zu hören und ihn zu respektieren. Ein Pferd das den abstand zum Ausbilder nicht akzeptiert, ist noch nicht weit genug um diese Lektionen zu erlernen. In diesem Fall sollte man mit der Longe arbeiten, bis sich das Pferd freiwillig dem Menschen unterordnet. Die Zirkuslektionen sind in etwa die Gleichen wie in der Freiheitsdressur. Denn im Zirkus sehen wir meist eine Freiheitsdressur mit Kunststücke.
Der spanische Gruß
Im spanischen Gruß hebt das Pferd eines seiner Vorderbeine so weit wie möglich in die Höhe. In dieser Position verharrt das Pferd für ein paar Sekunden/Minuten. Um dem Pferd das Kommando beizubringen benutzt man die Stimme und die Hilfe einer Gerte (ein feines Zwicken genügt oft schon). Die Stelle am Bein sollte genau überlegt sein. Als erstens sollte sie keine Stelle belegen die man vom Sattel aus nicht erreichen kann. So können sie später diese Lektion auch in eine Vorführung einbauen. Beachten sollte man aber auf jeden fall, dass die Lektionen wie der spanische Schritt auch in einer Barockprüfung vorkommen können. Deswegen sollte man die Stelle ganz oben am Ellenbogen des Pferdes für den spanischen Schritt freigehalten werden.