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Weide

Rund ums Pferd > Gesundheit

Die grüne Heimat für Ihr Pferd

Pferde sind Grasfresser, und das sehr wählerische. Das spezifische Fressverhalten der Pferde mit vermehrtem umherstreifen und selektiven Grasen, das heisst die Pferde wählen die wertvollen Gräser und Kräuter aus und verunreinigen die nicht schmackhaften Stellen. Dies erfordert gewisse Pflege- und Düngungsmassnahmen der Weide. Ohne diese Arbeit, wird die Weide rasch unbrauchbar für die Nahrungsaufnahme unserer Pferde.

Bäume und Hecken sind in vielerlei hinsichten nützlich auf den weiden. Sie bieten nicht nur Schattenplätze, sondern auch Schutz vor Wind und Regen. Ebenfalls werden Bäume und Sträucher gerne von Vögeln sowie zum Lebensraum kleiner Insekten. Wiederum nützlich sind die Vögel und Insekten für die ökologische Bereicherung der Weiden. Obstbäume bieten ebenfalls interessante Abwechslung unserer Vierbeiner. Nur sollten unsere Lieben nicht all zu viele abgefallene Früchte essen. Darauf zu achten ist, dass die Früchte von den Weiden weggenommen werden. Denn wenn eine Biene, Wespe oder sogar eine Hornisse die Pferde in den Mund stechen, besteht wie bei uns Erstickungsgefahr! Vorsicht geboten ist bei Pflaumen und Kirschen, denn da besteht sogar Vergiftungsgefahr durch die Steine, da diese blausäurenhaltig sind.



Der Weidezaun ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Niemand will, dass unsere Pferde sich selbstständig machen, schaden anrichten oder schlimmstenfalls selber Schaden erleiden.
Deshalb sollte der Zaun oder die Bänder zwischen 1m30cm bis 1m50cm hoch sein. Als Faustregel gilt, dass die oberste Querverbindung Auf Widerristhöhe minus 10% angebracht werden soll. Die zweite Verbindung sollte auf Pferdebrusthöhe liegen. Es sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass keine hohen Gräser den Elektrozaun berühren, da sonst der Stromfluss beeinträchtigt wird. Vergessen Sie nicht die Weidetore genug breit zu machen, sowie die gut verschliessbaren Tore oder Vorrichtungen nicht vergessen.
Pferde die lange Weidegänge geniessen dürfen, sollten einen Unterstand haben, um sich bei Wetterveränderungen in Sicherheit bringen zu können. (um einen Unterstand oder eine Weidehütte zu Stellen muss man sich erst erkundigen, ob man da nicht sogar eine Bau Bewilligung benötigt).



Sauberes, kühles Wasser in geeigneten Behälter ist für mich ein muss. Die Behälter, sollten regelmässig gereinigt und auf Schäden kontrolliert werden. Das Auffüllen ist selbstverständlich täglich zu überprüfen.
Auf einer Weide gehört kein Futter auf den Boden, da sich darin Wurmlarven und allg. Parasiten, Staub, Dreck usw. im Futter verirrt, und darum diese Fütterungsmethode nicht so gesund ist. Geeigneter sind Raufen, in Feuerverzinkter, Robuster Stahlbauweise, ev. Mit Dach, gut geeignet. Klar ist da, dass diese täglich gereinigt werden und die Reste am Boden weg gemacht werden sollten.
Wissen wir eigentlich, wie viel unsere Pferde wirklich fressen? Ich glaube nicht genau. In der Freiheit lebende Pferde, fressen je nach Qualität des Grünfutters, täglich zwischen 12 bis 16 Stunden. Sie grasen 3 Stunden und legen dann eine Pause von ca. 1 Stunde ein. Auch in der Nacht, Ruhen die Pferde nicht länger als 4 Stunden an einem Stück. Dieser Rhythmus entspricht in Verbindung der Natürlichen Nahrungsaufnahmen des Pferdes. So auch unsere Tiere, befolgen beim unbegrentzten Weidegang, einen Rhythmus von Grasen und Ruhen. Jedoch sind unsere Weiden nicht mehr die gleichen Steppengräser wie die in vergangener Zeit! Pferde die in ihrer Heimat, karge Landschaften haben, sind ihnen somit unsere Weiden oftmals zu üppig. Das ist bekannterweise auch nicht gerade gesund. Pferde grasen nämlich genau gleich lange, wie es ihr Instinkt ihnen sagt. Also wissen wir nicht genau wie viel ein Pferd nun Fressen darf. Denn dies ist abhängig, von der Rasse, der Gesundheit, der Weidequalität, der Leistung und der Futterverwertung jedes einzelnen Pferdes. So sollte man auf die Gewohnheiten, und die Bedürfnisse sowie deren Leistung usw. individuell jedes einzelnen Tieres entscheiden. Wer sich nicht sicher ist, sollte dies mit einem Futterexperten oder besser noch mit dem Tierarzt besprechen.



Pflege und Wartung der Weiden

Es ist ein sehr grosses Thema. Deswegen denke ich, dass es wichtig ist, wenn man eine Bodenprobe machen lässt. Um sicher zu gehen, und um zu wissen was dem Boden fehlt und was nicht! Sehr empfehlenswert ist, wenn sie einmal mit dem Landbesitzer sprechen, oder direkt eine Fachperson zu Rate ziehen. Für Bodenproben und Informationen, schauen Sie einmal unter www.lbu.ch. Da sind sie bestimmt richtig, und es kann Ihnen geholfen werden.
Man kann im Frühling zuerst den Boden Walzen, um ihm zu glätten. Abschleppen um Grasresten zu entfernen. Anschliessend schauen Sie, wie es ist mit dem Düngen und Säen aussieht. Empfehlenswert ist sicher, die Weide 2mal während der Vegetationsperiode (z.B. April und Oktober) abzumähen, da Pferde wie schon erwähnt, selektive Graser sind und immer einige, nicht beliebte Gräser und Kräuter stehen lassen und anschliessend die Stellen verunreinigen. Somit können sich diese Gräser und Kräuter mit Hilfe der Pferdeäpfel(natura Dünger) sich endlos vermehren. Deshalb ist das Abmähen eine gute und Effektive Sache.
Da ich auf der Homepage es vorziehe, keinen Unsinn zu schreiben, sehe ich es sinnvoll wenn Sie es nicht genau wissen, eine Bodenprobe machen zu lassen. So erhalten Sie sofort, genaue und Fachkundige Befunde und Werte Ihres Bodens. Denn nur das Beste für unsere Tiere, ist gut genug



Hier noch ein paar nützliche Weidetipps

Genug Schattenplätze zur Verfügung stellen somit sind die Tiere auch mal vor einem Regen sicher.

Das misten der Weiden, unbedingt regelmässig durchführen, wenn mehrere Tiere dieselbe Weide benutzen, diese täglich oder mindestens1-2mal pro Woche abmisten.

Immer sauberes und frisches Wasser zur Verfügung stellen. Behälter regelmässig auf Schäden, Wasserstand und Sauberkeit prüfen.

Salzlecksteine auf die Weide bringen.

Pferde nicht am Boden füttern. Raufen eignen sich dazu hervorragend.

Zaun und Elektronik regelmässig kontrollieren, wenn nötig Bänder, Latten und Elektronik revidieren(reparieren).

Wir haben das Gefühl, dass es heute immer schwieriger wird mit optimalen Weiden. Da unser Klima heute sehr unregelmässig und oftmals zu nass ist. Mancherorts sogar der Platz zu knapp ist, oder die Weiden mit Tieren überfüllt werden. Ich möchte Euch allen ans Herz legen, gebt auf die Weiden und Böden gut acht, denn dies kommt am ende unseren Tieren zum Besten.

Auf den Weiden gibt es auch noch die gemeinen und nicht gerne gesehenen Giftpflanzen. Nun Liebe Pferdefreunde, dieses Thema ist sehr wichtig und es gibt so viele verschiedene Informationen. Deshalb weisen wir Sie direkt an die Giftpflanzen Datenbank. Wir leiten Sie mit Erlaubnis auf das www.vetpharm.unizh.ch weiter, denn da bekommen Sie alle Antworten, Studien und sehr vieles mehr, die auch laufend erweitert und ausgebaut werden. Schauen Sie da mal rein, es lohnt sich. Sie werden zum Teil sicherlich genau so erstaunt sein wie wir es waren.



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