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Percheron

Info Pferd > Rassen

Der sympathische Grosse

Obwohl diese Pferde ein ungeheures Kaliber sind, sind sie bei Artgerechter Haltung, wie alle Kaltblüter, Gutmütig und bei richtiger Ausbildung „kinderleicht“ im Umgang.

Wie durch die meisten Rassen fliest auch im Percheron Arabisches Blut. Der Percheron macht mit seiner Größe, die er sicher nicht vom Araber geerbt hat, dem Shire alle Ehre. Man kann sagen, dass diese beiden Rassen in der Größe im Konkurrenzkampf stehen. Wen man Elwyn Hartley Edwards glauben will, so ist der Percheron - Hengst Dr. Le Gear sogar das größte Pferd der Welt, er soll angeblich ein Stockmaß von 2.13m haben und sagenhafte 1372kg auf die Wage bringen. Es ist also kein Wunder, dass dieser Franzose dem Traum vieler Kaltblutfans in der ganzen Welt entspricht.

Der Percheron war ein hervorragendes Kavalleriepferd und wurde über Jahrhunderte eingesetzt. In der Renaissance und in der Barockzeit wurde das Percheron vom Reichen Adel, so wie kein anderes französisches Pferd, gezielt gezüchtet. Später auch in bäuerlichen Betrieben wo der Percheron mit kostbarem orientalischem und spanischem Blut veredelt wurde.

Die damaligen Percheron waren etwa 1.57m groß, mittelschwer, agil und leistungsbereites Trabpferd. Man nannte sie „Postier-Percheron“. Damals gab es vorwiegend Schimmel. Ihr auffälliges weißes Fell prädestinierte sie gerade dazu für den Einsatz im Straßenverkehr. Die 1850 gegründete Pariser Omnibus Gesellschaft, bespannte fast alle ihre Fuhrgefährte mit den Percheron Schimmel. Die Fahrgäste nannten damals die Pferde liebevoll „ les Dames Blanches“.

Mitte des 19. Jahrhundert wurden die Postier-Percheron von schnellern englischen Kreuzungen ersetzt. Die Percheron Züchter sahen den Weg zum schweren Zugpferd aus Ausweg. Heftige Streitereien zwischen den Züchter der schweren Typs und der Züchter des leichteren Typs waren die Folge. Im Herzen von Perche gab es aber bald nur noch den schweren Typ. Die Amerikaner waren daran nicht ganz unbeteiligt das der leichtere Percheron ausstarb. Sie wollten möglichst große und sehr kräftige Pferde. Dazu kam noch das sie die Farbe schwarz bevorzugen. Da diese pflegeleichter ist. Ohne zu fragen zahlten sie unverschämte Preise.

Noch heute ist in Amerika der Percheron sehr beliebt. Jährlich werden ca. 2000 neue Percheron registriert. Selbst die Japaner haben den Percheron für sich entdeckt. Im Jahre 1973 gingen hunderte Percheron ins Land der aufgehenden Sonne. Sie bezahlten noch exotischere Preise als seinerzeit die Amerikaner. Inzwischen sind die Asiaten verrückt nach Percheron-Rennen. Bei diesem Rennen treten bis zu 10 Kaltblüter mit 200kg Zuggewicht gegeneinander an. Das Rennen geht über 200m mit bis zu 1.5m hohen Hügeln. Viel Geld wechselt bei diesen Rennen den Besitzer.
Stockmass: Über 1.80m, je nach Typ bis zu 1200kg
Gebäude: Ein tiefer, geschlossener Rumpf, ausladende
Brust und gute Rippenwölbung. Der Rücken ist
kurz und muskulös. Die Kruppe ist lang, breit und
gespalten, was einen eleganten und kraftvollen
Eindruck vermittelt.
Beine: Trockene Beine mit klaren Sehnen und Gelenken
Huf: Die Hufe sind gross und hart
Langhaar: Feine Mähne und Schweif. Fesselbehang ist kaum
vorhanden.
Farben: Schimmel und Rappen überwiegen. Selten Füchse
Oder Braune


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