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Noriker

Rund ums Pferd > Rassen

Der Noriker wie er leibt und lebt

In Österreich machen ca. 50% des Pferdebestandes die Noriker aus. Seit beinahe 2000 Jahren besteht der Noriker schon. Bereits die Römer schätzten in ihrer unwegsamen Gegend Noricum das in dem heutigen Österreich liegt die Zug- und Saumtiere. Die Römer bauten regionale Provinz-Gestüte zur zweckorientierten Pferdeproduktion auf. Sie nutzten wahrscheinlich dazu die schweren Kriegs- und Tragpferde aus Juvanum (Nahe dem heutigen Salzburg). Schon zu dieser Zeit lobte man dieses Pferd, das klein, massiv gebaut, äußerst trittsicher und für harte Arbeit im bergigen Umfeld geeignet waren.
Im Jahr 1688 Legte ein Erzbischof in Thun fest, was für Rassemerkmale der Noriker aufweisen muss. Ebenfalls legte er weitere Gestüte an und gründete das erste Stutenbuch. Zusätzlich erließ er Anordnen, dass inländische Stuten nur von einheimischen Hengsten gedeckt werden durften. Weiter durften nur Hofbeschäler verwendet werden und nur Fohlen von diesen Hengsten durften vom Staat angekauft werden. Die Bauern konnten ihre Stuten zu den Höfen bringen oder man ritt den Hengst zu den einzelnen Bauernhöfen, was nicht immer positiv auf die Befruchtungsquote Einfluss nahm.
Ab dem Jahr 1884 wurde nur noch Reinzucht betrieben. Zuvor hatte man versucht durch Einkreuzungen die Rasse zu veredeln und noch zu verbessern. Beides gelang aber nicht. Aber die Noriker litten unter den Einkreuzungen. 1903 wurde das Gestütsbuch herausgegeben das über 1000 Stuten und 435 Hengste enthielt. 1927 wurde der „Österreichisch-bayrischen Verband für die nordische Pferdezucht“ gegründet. Dieser fasste alle alpenländischen und süddeutschen Züchter zusammen, denn die Rasse hatte sich schon weit über die Landesgrenze verbreitet. Da aber einzelne Gestüte weit abgelegen waren konnten sich doch verschiedene Typen entwickeln. Der Bayerische Noriker hat überlebte und gilt heute als eigene Rasse. Siehe „Bayerische Noriker“.
Heute haben sich aber die Noriker weitgehend vereinheitlicht. Wobei der schwerere Typ die leichteren verdrängt hat. Es sind fünf vorherrschende Hengst-Linien:1: Vulkan-Linie. Tigerscheckzucht2: Nero-Linie. Etwas leichter mit viel Gangund Diamant-Linie. Etwas leichter so wie Nero, viel Gang und feurigen Augen3. Schauniz-Linie4: Elmar-Linie. Plattenschecken, diese Linie ist jedoch vom Aussterben bedroht.
Stockmass:
Zwischen 1.55m – 1.65m
Gebäude:
Manchmal mit leichtem Ramskopf, kurzer, kräftiger Hals Schulter ist oft kurz, steil und kräftig. Gut bemuskelt, gespaltene und abgeschrägte Kruppe Die Hinterhand ist gut bemuskelt, die Hufe hart und trocken.
Farbe:
Braune, Füchse, Rappe, Tigerschecken und Mohrenköpfe (Grauschimmel, Schabracktiger)
Eignung:
Als Freizeitpferd, Kutschenpferd und als Arbeitspferd.



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