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Rund ums Pferd > Gesundheit
Der Kräutergarten der Pferde
Ich bin überzeugt von natürliche Produkte (Kräuter, Tees, Tinkturen, Tropfen u.s.w.). Sie können helfen, vorbeugen und manchmal auch heilen. Behandlen Sie aber bitte Wunden und Krankheiten nicht im Alleingang. Fragen Sie immer auch noch einen Tierarzt ob Sie die Kräuter zu den Medikamenten, oder anstelle von Medikamenten geben könnten.Kräuter können aber auch einfach für das allgemeinen Wohlbefinden unter das Futter gemischt oder im Winter in form von Tee verabreicht werden.
Aloe Vera
Die Aloe Vera stammt aus dem gebiet rund ums Mittelmeer. Aber auch die Chinesen kennen die Heilkraft dieser Pflanze. Die Missionare in Afrika und Mexiko behantelten damit ihre Kranken. Heute finden wir Aloe Vera in verschiedenen Produkten von Salben bis hin zu Lebensmittel.
Bei Pferden hat sich die Aloe Vera, vor allem bei äusseren Behandlungen, bewährt. Der Saft wirkt abschwelend, schmerzlindernd und heilend. Bei Wund- und Narbenbehandlung kann man erstaunliche Erfolge erhalten.*
Mit einer Aloe Vera Waschlotion kann man ab und zu die Hufe reinigen. So wie auch die Mähne und der Schweif waschen. Im Sommer hat sich Aloe Vera mit Apfelessig gemischt hervorragend als Juckreizlinderndes Mittel erwiesen.
Aloe Vera Frischsaft erhält man am schnellsten bei einem abgeschnittenen Blatt, dass sich einige Tage im Kühlschrank aufbewahren lässt. Man findet aber auch Aloe Vera in Salben, Öle, Gele und Lotionen.
*Jedoch sollten Wunden nicht ohne vorherige Tierärztliche Kontrolle behandelt werden.
Apfelessig
Noch bevor man etwas von Bakterien wusste, wurde der Apfelessig schon zur Desinfektion und zur natürlichen Konservierung benutzt. Schon die alten Ägypter, die Römer und die Griechen wussten um die natürliche Kraft des Apfelessigs. Eine alte Weissheit sagt, dass ein Apfel am Tag den Arzt fern hält. Was aber der Apfel kann das kann der Apfelessig schon lange.
Der Apfelessig ist bei Pferden vielseitig einsetzbar. Am besten gibt man täglich ein wenig ins Futter. Sollte ihr Pferd den Geruch nicht mögen, so kann man ohne weiteres ein wenig Honig dazu geben, denn der süsse Geruch und Geschmack ist für Pferde beinahe unwiderstehlich. Gerade bei Pferden mit empfindlichem Verdauungssystem, ist der Apfelessig gut. Er unterstützt die Flora des Darms und hilft so dem Pferd die ungesunden Gärungsprozesse zu bekämpfen. Apfelessig kann auch bei Husten und Bronchitis helfen (aber hierzu fragen sie Ihren Tierarzt wie genau sie vorgehen sollten). Wer im Frühling mit einer Apfelessig Kur beginnt, kann so sein Pferd vor Mücken und Fliegen schützen (nicht immer gleich gut, aber es wirkt wirklich). Auch das Schweifscheuern kann man mit Apfelessig bekämpfen. Wer vor dem Ritt sein Pferd noch dazu mit ein Wenig Apfelessig auf einem Tuch abreibt, kann den Ritt mehr geniessen und das Pferd wird weniger gestört.
Weiter kann man den Apfelessig auch für Wickel (vielleicht kennen sie noch die Essigsocken aus Kindstagen wenn man Fieber hatte, oder das Bad im Essig bei Windpocken) verwendet werden.
Vergessen Sie aber bitte nicht, dass dies alles nur unterstützend wirkt und man den Tierarzt nicht weglassen kann, wenn ihr Pferd sich nicht gut fühlt.
Arnika
Arnika kennt man seit dem frühen Mittelalter, obwohl der Name erst im 14. Jahrhundert auftaucht. Schon damals wurde mit Arnika Wunden und Krankheiten behandelt.
Die Wirkung von Arnika ist vielfältig. So wirkt sie z.B. entzündungshemmend, lindert Schmerzen bei Insektenstiche und unterstützt die Wundheilung. Weiter unterstütz Arnika das Immunsystem und schützt vor Infektionen. So kann man sagen das Arnika in jeder Stall- und Hausapotheke Willkommen ist.
Sowohl innerlich wie auch äusserlich ist die Anwendung möglich. Die Salben werden für Prellungen, Muskelschmerzen oder bei stumpfen Verletzungen verwendet. Auch Kühlungen bei den Pferdebeinen haben sich bewährt.
Vorsicht! Arnika kann zu allergischen Reaktionen führen. Salben und Tinkturen nicht auf offenen Wunden auftragen.
Fragen sie Ihren Tierarzt sollte ihr Pferd eine Verletzung haben die sie mit Arnika behandeln wollen.
Baldrian
Schon im 9. Jahrhundert erwähnte ein Arzt aus Ägypten Baldrian. Im Mittelalter dachten die Menschen sogar das man mit Baldrian alles Heilen kann. Heute gilt Baldrian als Beruhigungsmittel. Der starke Geruch der nicht unbedingt gut ist hat eine starke Wirkung auf Katzen, sie werden davon angezogen.
Die beruhigende Wirkung kommt auch bei den Pferden zur vollen Geltung. So kann man ängstliche Pferde oder hektische entspannen ohne ihre Leistung zu beinträchtigen. Was gelegentlich auch zu unnützen dingen gebraucht wird. Wie z. B. Verkäufer dies bei Pferden anwenden können die man sonst nicht kaufen möchte. Diese wirken dann ruhig und ausgeglichen, aber ab dem Moment wo die Wirkung nach lässt weis man was man gekauft hat. Aber dies gehört eigentlich nicht hier her. Ausserdem sagt man Baldrian nach das sie Wurm abwehrend wirkt. Dies soll aber nicht heissen, dass man keine Wurmkuren mehr machen muss.
Äusserlich kann man Baldrian zur Wundheilung benutzen. Bei Muskelverspannungen reiben sie die entsprechende Stelle mit einer Baldriantinktur ein. Baldrian kann bei gleicher Dosis eine unterschiedliche Wirkung auf das einzelne Pferd haben.
Zur Anwendung und Dosierung empfehlen wir, dass sie ihren Tierarzt kontaktieren.
Beinwell
Früher wurde der Beinwell bei Knochenbrüchen angewendet. Neuere Untersuchungen haben ergeben das Beinwell die Wirkung tatsächlich hat. So das man ihn bei Knochenbrüchen, Wunden und anderen Leiden auch anwenden kann. Beinwell benutzt man bei Menschen so wie auch bei Tieren gleichermassen.
Beim Pferd benutzt man Beinwell zur Heilungsunterstützung. Die Fähigkeit Knochen, Bindegewebe und die Haut in kurzer Zeit zu heilen ist eine nützliche Eigenschaft dieser Pflanze. Fast alle Verletzungen wie Verstauchungen, Prellungen, Überbeine, Sehnenschäden und Rheumabeschwerden können äusserlich mit Beinwell behandelt werden. Auch bei Husten und anderen Atemwegserkrankung ist es erfolgreich gegeben worden. So wie es älteren Pferden helfen kann, zur Unterstützung des Bewegungsapparates, kann es auch bei Lahmheit helfen.
Ziehen sie bitte auf jedenfalls einen Tierarzt hinzu für die innerliche Anwendung.
Birkenblätter
Um die Birke kreisen viele alte Bräuche und Geschichten. So wurde der Birke von den Germanen Zauberkräfte nachgesagt und angeblich sind die Hexen, mit Birkenbesen aus den Blocksberg geflogen. Auch sagte man das wer sich am Ostersonntag mit einem Birkenzweig auf den Rücken schlug der sei das ganze Jahr gesund. Aber auch ohne Hexenzauber hat sich die Birke ihre Heilkraft bewahrt.
Bei Pferden wirken die Blätter der Birke als Blutreinigend. Besonders bei Pferden die zu Wasseransammlungen (Ödeme. Bei Ödemen sollten sie immer die Lunge und das Herz vom Tierarzt untersuchen lassen) tendieren, kann man bei regelmässiger Gabe dieser Blätter oder Birkenblätter Tee eine unterstützende Wirkung erzielen. Sollte ihr Pferd an einer Nieren- oder Blasenfunktionsstörung leiden, beraten sie sich doch mit ihrem Tierarzt ob man nicht eine Birkenblättertherapie, unterstützend zur normalen Behandlung, anwenden könnte.
Brennessel
So bekannt wie die Brennessel ist als Unkraut, so weis man auch über ihre Heilkraft. Schon im Mittelalter entdeckten die Menschen die Heilkraft der Brennessel. Auch die Herstellung von Nesseltuch wurde geschätzt.
Nicht nur als Futterpflanze für Schmetterlinge sondern auch als Heilkraut wird die Brennessel heute in vielerlei hinsichten verwendet.
Die Pferdeweide können sie mit Brennesseln bereichern, aber lassen sie die Brennesseln nicht einfach gewähren, da sonst innert kurzer Zeit die ganze Weide nur noch aus Brennesseln besteht. Die meisten Pferde fressen Brennesseln nicht frisch. Sie können aber diese abschneiden und trocknen lassen. So brennen sie nicht mehr und werden von Pferden gerne aufgenommen. Sie können auch klein geschnittene Brennesseln ins Futter geben, oder das Futter mit Brennessel Tee anreichern. Dieser gibt es in vielen Sorten zu kaufen. Viele Ergänzungsfutter enthalten Brennesselkraut.
Brennesseln reinigen das Blut und stärken die Leber. Es ist auch unterstützend bei der Behandlung von Hufrehe, Rheuma und Sommerekzem. Sommerekzem behandeln sie am besten mit Brennesselsud. Sie ist auch ein Kräftigungsmittel und sorgt für ein schönes und seidiges Fell.
Bei den hier aufgeführten Krankheiten ist der Tierarzt unverzichtbar.
Hagenbutte
Hagenbutte auch bekannt unter dem Namen Heckenrose stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Heute findet man sie beinahe überall in Europa so wie in Nordafrika und in teilen von Asien. Früher sagte man der Hagebutte Heilkräfte bei Tollwut zu. Aber auch ohne diese Heilkraft steckt viel Gutes in ihr. Die Hagebutte ist ein Naturheilmittel das man leicht beschaffen kann. Im Herbst findet man sie frisch an Waldrändern oder an sonnigen Hängen. Sonnst bekommt man sie als getrocknet und ständig als Tee.
Für das Pferd ist die Hagebutte eine wertvolle Nahrungsergänzung. Sie fördert den Hufnachwuchs, verbessert das Fell und steigert die Abwehr ihres Pferdes. Die Leber stärkende Wirkung können wir uns bei Hufrehe zu nutze machen. Ebenso hilf die Hagebutte bei Durchfall und Verstopfung.
Aber auch hier gilt: Sollte ihr Pferd Krank sein ziehen sie den Tierarzt hinzu.
Himbeere
Die Himbeere wurde schon im Mittelalter entdeckt. Die Hinde (Hirschkuh) gab der Beere ihren Namen, eben Himbeere die Beere der Hinde. Verwenden kann man fast alles dieser Pflanze mit Früchten. Aus den Blätter und Blüten kann man Tee aufgiessen oder sie werden in der Naturheilkunde verwendet. Ihre wohlschmeckenden Inhaltstoffe werden zum verfeinern von Arzneien verwendet, aber diese Pflanze kann noch viel mehr. Zum Beispiel sind ihre Inhaltstoffe wie Zitronensäure, Vitamin C, Zucker und Mineralsalze, innerlich und äusserlich anwendbar. Sie wirken Blutreinigend, Appetitanregend und helfen bei Rheuma, Angina und bei Frauenbeschwerden. Aus den Beeren wird Wein, Essig, Sirup und Liköre hergestellt.
Für Pferde können die Blätter verfüttert werden. Bei trächtigen Stuten gegen ende der Tragzeit und bei Stuten die bereits Gefohlt haben, können die Blätter gut sein. Sie Helfen das die Gebärmutermuskeln gestärkt werden und das Blutungen vermindert werden. Bei Pferden die schon etwas Älter sind, können Blätter oder Tee helfen Schmerzen von Rheuma zu linder. Ebenfalls können Entzündungen im Maul und an den Zähnen mit Sud oder Tee oder auch mit Blättern behandelt werden.
Die Früchte werden gerne aus der Hand gefressen als Leckerli. Die Blätter kann man frisch oder getrocknet verfüttern. Bedenken sie aber, dass Leckerli immer im mass gefüttert werden und das Krankheiten, Schmerzen und Entzündungen nie ohne Tierarzt zu behandeln sind. So kann ihr Pferd keinen Schaden nehmen obwohl man es nur gut gemeint hat.
Honig
Honig ist gleich bedeutend wie Heilkraft und Genuss. Die ersten Hinweise das Honig benutzt wurde, stammen aus der Vorzeit. Griechen und Germanen stellten aus Honig berauschende Getränke her. Aber auch die heilende kraft des Honigs wurde früh entdeckt. Es wurde sogar als Wunderheilmittel geschätzt und noch heute wird der Honig als allerlei Heilmittel genutzt. Honig kann man mit verschiedenen anderen Heilkräuter mischen und unterstütz so deren Wirkung.
Für Pferde ist Honig ein „Leckerli“ der besonderen Art. Ebenfalls wird bittere Medizin, die Pferde sonst nicht gerne nehmen oder sogar gar nicht, gesüsst und das Pferd frisst sie mit Genuss. Die Araber, die viel von Pferdezucht verstanden und noch heute viel verstehen, gaben Ihren Fohlen Honig ins Futter. Honig wirkt nicht nur süssend sondern ist auch für kleine Schürfwunden oder Verbrennungen verwend bar. Honig gilt als Antibiotikum. Sollten ihr Pferd vom Tierarzt Antibiotika bekommen, können sie zusätzlich Honig füttern, dass wird ihr Pferd stäken. Honig hilft auch bei Sommerekzem, Husten und Bronchitis*. Ebenfalls hilft er bei Mauke und kräftigt die Nerven. Auch alte oder/und schwache Pferde kommen, wenn man ihnen Honig füttert wieder besser zu Kräften.
Natürlich kann auch der Honig nicht alles Heilen oder alte Pferde wieder in Fohlen verwandeln. Aber der Honig hilft ein wenig und wenn doch nichts mehr helfen kann so schmeckt es den Pferden einfach und dies ist auch etwas Schönes.
Natürlich können sie den Honig auch pur ins Futter geben. Neben dem Gesunden Effekt den der Honig hat, bekommt ihr Pferd noch dazu ein schönes glänzendes Fell.
*Ziehen sie Ihren Tierarzt hinzu sollte Ihr Pferd Krank sein.
Joghurt und Molke
Im einigen Nahrungsmittel sind nützliche Bakterien enthalten, die bei Verdauungsproblemen Magen und Darm beschwerden helfen können. Zu diesen Nahrungsmitteln gehören auch der Joghurt und die Molke. Wichtig ist nur das man Joghurt mit lebenden Kulturen verwendet, dieser kann man auch selber herstellen. Sie sorgen für ein Gleichgewicht der Darmflore, auch nach Medikamenten Behandlung kann Joghurt helfen.
Über Jahre war man der Meinung, dass man Pferden kein Joghurt verfüttern sollte. Auch heute noch hört man oft, dass Joghurt nicht in den Speiseplan der Pferde gehört. Gerade alte Pferde, die vielleicht sogar noch Zahnprobleme haben, kann man neben Mash und Tees auch Joghurt verfüttern. Aber auch andere Pferde mögen die erfrischende Eigenschaft des Joghurts. Oft wird es mit lautem Schmatzen und nicht gerade sehr sauber vertilgt.
Es ist auch möglich mit Joghurt einen richtigen Brei zu machen. Man kann Bananen, Himbeeren oder auch Honig dazumischen. Natürlich auch alles zusammen. Verwenden sie Joghurt in angemessenen Mengen. Nicht in Litern verfüttern. Eine Menge von ca. 250ml bis 500ml ist ausreichend. Sollten sie sich nicht sicher sein ob ihr Pferd dies verträgt so fragen sie ihren Tierarzt, dieser wird ihnen sicher gerne weiter helfen.
Karotten
Das Wurzelgemüse hat viele Namen: Karotte, Möhre, Mohrrübe oder Gelbe Rübe. Es zählt zu den bekanntesten Gemüsesorten und hat auch längst von der Babynahrung den Weg in die Küche gefunden. Die leicht verdaulichen Karotten harmonieren mit vielen anderen Gemüsesorten. Auch Lagern lassen sie sich gut und sie werden über das ganze Jahr hindurch angeboten.
In der Karotte enthalten ist der bekannte Wirkstoff Carotin, der gelbe Farbstoff. Es wird als Provitamin A bezeichnet und mit Hilfe von Fett in unserem Körber zu Vitamin A umgewandelt. Dieses Vitamin hilft bei Sehstörungen, Ermüdung der Augen und bei Entzündungen. Am besten geniest man Karotten roh oder als Salat. Beim dünsten sollte man vorsichtig sein damit nicht die Inhaltstoffe verloren gehen.
Für Pferde gelten sie als Saftfutter und werden von beinahe allen Pferden gegessen. Bei Alten Pferden die mühe haben die Möhren zu verbeissen kann man diese auch raspeln oder quetschen, damit die Pferde sie gut fressen können. Der Energie gehallt von 6-7kg Karotten entspricht in etwa 1kg Hafer.
Besonders im Winter sind Möhren gut geeignet, da Saftfutter wie das Weidegras rar wird. Wichtig für Pferde ist auch das die Karotten leicht verdaulich sind und schon beinahe als Diätfutter durchgehen. Waschen sie aber die Karotten ab, um Schadstoffe abzuwaschen. Oder versuchen sie biologisch angebaute Rüben zu kaufen, sie können aber auch diese aus ihrem Garten verfüttern.
Klebkraut
Die Griechen beschrieben schon diese Pflanze und deren Wirkung. Obwohl sie an allem Kleben bleibt. Was nicht immer und bei allen auf positiven Beifall sorgt. Das üppig wuchernde Kletterkraut ist in ganz Europa verbreitet.
Für Pferde ist das Klebkraut sehr nützlich, und dazu fressen sie es noch gerne. Das Klebkraut hilft bei dicken Beinen, wirkt Blutstillend und hilft bei Hufrehe. Die Kieselerde die im Klebkraut enthalten ist, unterstützt das Fell und den Huf. Dicke Beine können verschiedene Ursachen haben, deswegen kontaktieren sie immer einen Tierarzt.
Knoblauch
Der Vampir lässt sich mit Knoblauch fern halten. So sagt zumindest der Aberglaube. Wenn man aber den Vampir ersetzt durch eine Mücke…ja dann stimmt es wieder. Der Knoblauch zählt zu den ältesten Heilpflanzen, sein Ursprung lässt sich 5000 Jahre zurückverfolgen. Er stammt aus dem Orient, wird heute aber in Europa, Afrika und Asien angebaut.
Knoblauch beugt Atemwegserkrankung vor, gleich die Darmflora aus und schützt vor Insekten und von zu starkem Wurmbefall. Man sollte Knoblauch über einen längeren Zeitraum verfüttern so das er die ganze Wirkung entfalten kann. Sie werden bei ihrem Pferd eine Verbesserung des Allgemeinzustandes, Aktivität und der Konzentration feststellen. Nervosität, Ängstlichkeit und Empfindlichkeit hingegen werden abnehmen.
Für das Pferd ist der Knoblauch gesund. Aber neuere Studien haben ergeben, dass zu viel Knoblauch zu einem verändertem Blutbild führen kann. Deswegen möchte ich sie hier auf die Seite des vetpharm verweisen.
Lavendel
Lavendel stammt eigentlich aus dem Mittelmeerraum. Wir finden ihn aber vor allem in Südfrankreich. Noch heute sieht man dort riesige Felder in der schönen Blauen Lavendelfarbe. Der Duft ist angenehm und beruhigend. In den Gärten wird Lavendel Häufig neben Rosensträucher gepflanzt da dieser Läuse fern hält.
Im 12. Jahrhundert wurde der Lavendel gegen Krämpfe, Schwindel und Zittern eingesetzt. Ebenfalls wurde er zur Stärkung des Gehirns gegeben.
Im Pferdestall hält der Lavendel Fliegen ab und richt dazu noch gut. In Verbindung mit Knoblauch wirkt der Lavendel noch besser. Die beruhigende Wirkung die der Lavendel auf Menschen hat, hat er ebenfalls auf das Pferd. Lavendelöl wirkt schmerzlindernd, antibakteriell und fördert das Wachstum neuer Zellen.
Wenn sie Lavendel in keinen Beutel unter die Pferdedecken oder anderen Kleidungs- und Pferdeutensilien platzieren, bewirkt das Motten sich fern halten. Und der Geruch der verbreitet wird, ist zudem sehr angenehm. In vielen Futtermischungen ist Lavendel enthalten. Tee aus Lavendelblüten können sie gut mit anderen Kräutern mischen, oder mit anderen Tees gegeben werden.
Leinsamen
Leinsamen ist die Älteste Kulturpflanze der Welt. Schon vor 10000 Jahren wurde es als Faser- und Nahrungspflanze verwendet. Die Chinesen benutzten die Leinsamen als Mittel gegen Verstopfung so wie auch gegen frühes altern und graue Haare. Heute wird der Lein in Süd- und Mitteleuropa kultiviert.
Für Pferde gibt es kein anderes Heilmittel, das an die Bekanntheit der Leinsamen heranreicht. Die Zufütterung von Leinsamen sollte heute selbstverständlich sein. Es gibt Fertigfutter wo die Leinsamen schon enthalten sind. Nach schweren Koliken sollte man nach abspreche mit dem Tierarzt Leinsamenschleim verfüttern. Da dies das Magen-Darm-System helfen wieder herzustellen. Weiter ist Leinsamen gut für die Muskeln ihres Pferdes und hilft den Fellwechsel besser zu überstehen. All unsere Pferde haben ab und zu ein Mash verdient. Leinöl ist wohl das beste Öl für Pferde, da Speiseöl schwer verdaulich ist. Bei Haut- und Fellproblemen können sie eine Kur mit Leinöl versuchen. Leinsamenumschläge sind ein bekanntes Heilmittel bei Kreuzschlägen, Kolik und Hufgeschwüre.
Jedoch sollte man gerade bei Krankheit so wie Verletzungen immer einen Tierarzt zur rate ziehen.
Löwenzahn
Schon im 15. Jahrhundert Wird der Löwenzahl erwähnt. Damals galt er als Wunderheilmittel und seine Harntreibende Wirkung wurde schon damals von Apotheker beschrieben. Man findet ihn in Europa sehr häufig, aber auch in Asien und Nordamerika.
Löwenzahn sollte auf keiner Pferdeweide fehlen. Beinahe alle Pferde fressen ihn gerne, nicht nur die Blätter sondern auch die Blüten. Der Saft hilft bei Warzen äusserlich, aber der Saft muss frisch sein. Bei Rheuma, Hautproblem und Hufrehe kann der Löwenzahn ebenfalls helfen. Sollte ihr Pferd Krank sein benachrichtigen sie aber auf jedenfalls ihren Tierarzt.
Mädesüss
Im Mittelalter war diese Pflanze schon bekannt. Später wurde sie in vielen Kräuterbüchern beschrieben. Man schätzte schon damals ihre Blasenziehende und Gallenreinigende Wirkung. Heute kennt man sie als Schmerzstillend, da sie Salicylsäureverbindung enthält.
In der Naturheilkunde bei Pferden hat diese Pflanze schon lange ihren Platz. Besonders bei Verdauungsproblemen wird sie oft angewandt. Weiter hilft sie bei Rheuma und Herzfunktionsstörung. Der Wirkstoff des Mädesüss werden gerne zur Blutreinigung genutzt. In fertigen Kräutermischungen wird das Heilkraut oft schon angeboten. Verwenden sie aber nur!! die Blüten. Niemals die Pflanze!!! Übergiessen sie die Blüte nur mit heissem Wasser nicht Kochen!!
Fragen sie ihren Tierarzt ob ihr Pferd empfindlich ist gegenüber von Salicyl!!
Minze
Schon im Altertum schätzte man die Minze als Heil- und Gewürzpflanze. Minze gibt es in verschiedenen Formen und Arten, und sind sich alle sehr ähnlich in ihrer Wirkung.
Wollen sie ihrem Pferd etwas Gutes tun, so pflanzen sie Minze auf ihrer Weide an. Aber da sich die Minze schnell verbreitet, sollten sie die Weide immer wieder kontrollieren und im Fall der zu grossen Verbreitung der Minze, diese ausstechen. Warten sie damit nicht zu lange, sonst haben sie bald nur noch Minze auf ihrer Weide. Die Pferde lieben den Geschmack der Minze (es gibt auch Ausnahmen, aber dies ist wirklich selten). Minze hilft das Futter zu verdauen, beruhigt den Magen und entspannt den Darm. Das Menthol (was übrigens auch für Katzen interessant zum spielen ist) wirkt gegen Bakterien und Parasiten. Die Öle helfen vorbeugend gegen Kolik, Blähungen und sogar bei Magengeschwüren. Beim Husten hilft das Inhalieren von Minze dem Pferd. Dies sollten sie aber erst mit ihrem Tierarzt besprechen.
Minze hilft bei Futterumstellung und bei Stuten die das Fohlen Absetzen. Sie hilft das Euter zurück zu bilden. Minze können sie als Tee verabreichen oder trockene Blätter ins Futter streuen. In vielen Fertigfuttermischungen ist Minze enthalten.
Muschelextrakt
Muscheln gehören schon Generationen zur Ernährung der Maori, den Ureinwohner Neuseelands. Glykoosaminoglykane sind natürliche Bestandteile des Bindegewebes. Seit 1974 wird dies zur erfolgreichen Behandlung von Arthritis und Arthrose eingesetzt. Muschelextrakte wirken besonders auf Knochen, Sehnen und Bänder. Stoffwechselfunktionen können angeregt und gefördert werden.
Beim Pferd sind die Bänder, Sehnen und das gesamte Bindegewebe besonders belastet. Lahmheit und Sehnenentzündungen sind oft die Folge von Überbelastung oder falsche Belastung. Stoffwechselstörungen können zusätzlich zu Rheuma oder übermäßigem Gelenkverschleiß führen. Muschelextrakte stabilisieren den Bewegungsapparat, beugen Lahmheiten vor und erhöhen die Leistung ihres Pferdes. Schmerzen können gelindert werden und Heilungszeiten so verkürzt werden.
Bei Lahmheit oder größeren gesundheitlichen Schäden sollten sie ihren Tierarzt zu Rate ziehen. Begleitend zu den tierärztlichen Maßnahmen können sie Muschelextrakt verfüttern. Im Fachhandel bekommen sie verschiedene Formen von Muschelextrakt. Meist sind sie als Pulver oder Pellet erhältlich. Es gibt Muschelextrakt oft auch mit anderen Wirkstoffen kombiniert.
Nachtkerze
In Europa ist die Nachtkerze erst seit 1612 beheimatet. Ursprünglich stammt die Nachtkerze aus Nordamerika. Die Indianer verehrten die Nachtkerze als Heilmittel und behandelten die verschiedensten Krankheiten damit. Sogar bis zum Schlangenbiss. Die Heilungswirkung auf der Haut wurde erst viel später bekannt.
Für Pferde ist die Nachtkerze vor allem als Öl interessant. Haut und Fell werden damit eingerieben. Vor allem empfindliche Stellen wie der Widerrist und der Gurtendruck können damit behandelt werden. Sommerekzeme, Schuppenbildung und Hautschorf sowie Juckreiz können ebenfalls mit dem Öl behandelt werden. Bewährt hat sich das Öl, auch beim Beinbehang (Typisch beim Friese). Dessen Pflege vor allem bei Offenstallpferden viel Zeit in Anspruch nimmt. Man massiert etwas Nachtkerzenöl, nach dem Waschen und gutem Abtrocknen ein, und kämmt dann das Haar glatt.
Petersilie
Die Petersilie stammt vermutlich aus dem Orient. Seit dem Altertum fehlt sie in keinem Kräutergarten. Nicht nur als Gewürz sondern auch ihre Heilkraft schätzten schon die Römer. Auch heute wird der Inhaltstoff der Petersilie immer noch geschätzt. Vor allem der Eisengehalt der Petersilie ist ein Punkt, der in der Naturheilkunde geschätzt wird. Petersilie sollte man immer roh genießen, da sich beim aufkochen die Inhaltstoffe verflüchtigen. Wer Petersilie nicht selber zieht, kann sie frisch, gefroren oder getrocknet kaufen. Auf jedenfalls sollte man möglichst oft Petersilie zu sich nehmen. Dieses Powerkraut enthält neben ätherischen Ölen auch Kalzium, Eisen Phosphor, Vitamin A und C. Fünf Gramm frische Petersilie decken den Gehalt an Vitamin A und 30g den Gehalt an Vitamin C einer Tagesration eines Menschen ab. Ebenso wirkt dieses Gewürz appetitanregend und blutreinigend. Auch die Verdauung wird unterstützt und hilft bei Alkoholmissbrauch die Giftstoffe im Körber schneller abzubauen und es soll sogar Potenzsteigernd sein.
Für Pferde steigert der hohe Vitamingehalt die Abwehrkräfte und außerdem wirkt die Petersilie Harntreibend. Sie hilft auch bei Rheuma, Blutarmmut und Verdauungsproblemen. Frische Petersilie hat eine intensive Wirkung, denn drei volle Hände reichen am Tag im Futter völlig aus. Sollte es einmal ein wenig mehr sein ist das nicht so schlimm. Man sollte nur darauf achten, dass dies nicht zu oft geschieht. Bei tragenden Stuten ist darauf zu achten, dass die Stute keine Petersilie frisst, weil diese die Wehentätigkeit fördert.
Ringelblume
Im Mittelalter war die Ringelblume schon bekannt zur Behandlung von Bisswunden und Ekzeme. Ursprünglich kommt die Ringelblume aus dem Mittelmeerraum, Heute ist sie auf der ganzen Welt in den Gärten anzutreffen. Empfehlend ist, dass man die Ringelblume, die man vor allem als Salbe kennt, in jeder Stallapotheke hat. Da die Ringelblume vor allem bei kleineren Wunden sehr hilfreich ist. Man erhält sie nicht nur als Salbe sondern auch als Tinktur die man zur Behandlung von Entzündungen im Maul und am Auge benutzt. Dies sollte jedoch nicht ohne Tierärztliche Voruntersuchung geschehen. Die Ringelblume hilft auch bei Magenbeschwerden und Harnwegsinfekten. Der Sud den man aus Ringelblumen herstellt hilft bei Pilzerkrankungen, Mauke und Strahlfäule, indem man diese Stellen abwäscht. Bei Sommerekzem kann man die Ringelblume mit weiteren Kräutern zusammen mischen und diese dem Pferd verfüttern oder als Tinktur eingerieben werden.
Zwiebel
Man Kennt die Zwiebel schon vor 5000 Jahren. Im Mittelalter wurde sie in Klostergärten angebaut. Man behandelte damit Husten, Rheuma und Herzkrankheiten. Die Zwiebeln gibt es in verschiedenen Formen und Farben. Sie unterscheiden sich vor allem durch den Geschmack. Erst in den letzten Jahren untersuchte die Wissenschaft die Zwiebel genauer.
Eine Zwiebel im Stall ist nie falsch. Man findet immer einen nutzen dafür. Aufgeschnitten verbreitet sie einen Geruch der Fliegen und Mücken fernhält, und bei Stichen reibt man einfach ein wenig ein. Bei Husten und Bronchitis hilft ein Zwiebel Sirup. Wenn man dazu ein wenig Honig mischt nehmen es die Pferde besser.
Die Zwiebel beugt Alterserscheinungen vor und hilft bei der Verbesserung der Darmflora. Ebenfalls ist sie Schmerz- und Entzündungshemmend.