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Hohe Schule

Rund ums Pferd > Reiten

Die Hohe Schule

Ein Wienerwalzer der Pferde

An diese Ausbildung sollte man erst herantreten, wenn das Pferd eine solide Ausbildung genossen hat. Das Pferd sollte die Durchlässigkeit und die Aufmerksamkeit, sowie psychisch und physisch in guter Verfassung sein. Auch sollte das Pferd bereit sein zu lernen und gut Mitzuarbeiten. Ohne diese Eigenschaften ist das Pferd nicht für die Hohe Schule geeignet. Ein Pferd das nicht geeignet dazu ist, ist nicht automatisch zu dumm oder zu ungeschickt. Die Körperlichen Eigenschaften sind von Pferd zu Pferd verschieden. So kann ja auch nicht jedes Pferd gut Springen und für den Westernsport ist auch nicht jedes gleich gut geeignet. So sollte man sch schon beim Kauf des Pferdes sicher sein was man den eigentlich mit seinem neuen Partner unternehmen und erreichen will.

Ein wichtiger Teil in der Hohen Schule sowie auch in allen anderen Disziplinen der Reiterei ist die Arbeit an der Hand. Auch in der Hohen Schule sollte das Pferd zuerst alles an der Hand erlernen, bevor ein Reiter in den Sattel steigt. Die Arbeit an der Hand bietet dem Ausbildner die Möglichkeit sein Pferd besser zu kontrollieren und eventuelle Fehler zu erkennen. Später kann der Ausbildner einen Schritt weiter gehen. Er kann eine Person (einen guten Reiter oder Reiterin) in den Sattel setzen und weiter vom Boden her die Kontrolle beibehalten so auch die genaue Anleitung der Hilfen geben und deren Kommandos mit Unterstützung vom Boden aus zu unterrichten. In der weiteren Form sitzt dann der Ausbildner selber in den Sattel und bildet das Pferd zu ende aus, ohne fremde Helferhand.. In dieser Phase sollten dann keine Probleme mehr entstehen. Ansonsten hat man in der Anfangsphase einen Fehler begannen. So muss man zu diesem zurück und nochmals von vorne beginnen. Deswegen immer von Anfang an alles korrekt und mit viel Geduld, Liebe und Zeit erlernen und nicht am Ende etwas Falsch machen was man kaum mehr alleine lösen kann. Um dies zu verhindern wird am besten immer ein guter und kompetenter Ausbildner aufgesucht, der das Pferd und auch den Reiter/Besitzer in der Lage ist korrekt auszubilden.



Lektionen der Hohen Schule



Die Piaffe

Eine Piaffe ist mehr als nur ein diagonales treten auf der Stelle. Die Piaffe verlangt vom Pferd eine gute Kondition, Konzentration, Leistungsbereitschaft, gute Vorarbeit und Aufmerksamkeit. Das Pferd verlagert das Gewicht von der Vorhand auf die Rückhand. Die diagonale Beinbewegung wird von einem deutlichen Schweben begleitet. Die Hinterbeine treten gut unter und verbinden damit den Ausdruck einer gesenkten Rückhand mit einer stolz aufgerichteten Vorhand. Die Vorderbeine werden kräftig angehoben. So ausgeführt, kann von einer Piaffe im klassischen Sinne gesprochen werden. Damit aber die Pferde überhaupt das so genannte „setzen“ durchführen können, bedarf es einer gymnastizierenden Vorarbeit um die Muskeln, Sehnen und Gelenke aufzubauen und zu stärken.



Die Passage

In der offiziellen Definition wird die Passage als Trabbewegung in höchster Vollendung mit sehr erhabenen gerundeten, wenig raumgreifenden Tritten beschrieben. Diese Trabbewegung benötigt vom Pferd ein hohes Maß an Balance und Konzentration. So dass dem Pferd eine ausgeprägte Schwebephase zwischen dem Abheben und dem Auffussen des jeweiligen diagonalen Beinpaars gelingt. Mit dieser Lektion kann also erst begonnen werden, wenn das Pferd die Kraft und die Balance besitzt. Um dies zu erreichen benötigt man Ausdauer und Geduld. Die Longe sowie die Doppellonge sind Hilfen die hierzu gut zu gebrauchen sind. Auch die Arbeit am langen Zügel kann als sehr hilfreich angesehen werden.



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