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Fohlen ABC

Rund ums Pferd > Reiten


Die Schule für die Kleinen


Das Fohlen ABC ist der Grundstein für das Zusammensein von Mensch und Pferd. Dies ist Ausschlaggebend für eine perfekte und harmonische Freundschaft und Arbeit.

Die Ausbildung fängt schon nach der Geburt des Fohlens an. Wenn das Fohlen in ein intaktes Herdenleben hinein geboren wird, lernt es das soziale Herdenverhalten von seinen Artgenossen, schon mit den ersten Atemzügen. In den meisten fällen aber, wird das Fohlen erst im alter von 6-10 Monaten das soziale Herdenverhalten auf einer Fohlenweide erlernen.



Allgemeines


Als erstes sollte man das Fohlen an ein Halfter und an einen Strick (nicht Anbinden) gewöhnen. Auch Hufe heben und putzen, sollte man als erstes einem Fohlen beibringen. Wer ein Fohlen kauft, sollte beim Kauf wert darauf legen, dass das Fohlen die Grunderziehung erlernt hat. Der kleine Kerl sollte Halfter, Strick, Putzen, Hufschmied und Anhänger fahren kennen. So kann der Stress am neuen Ort vermieden werden. Wenn das Fohlen diese Sachen noch nicht kennt, ist es Ratsam, dass das junge Pferd an seinem derzeitigen zu Hause bleibt und dort das Wichtigste noch lernt. Vor allem das Halfter und der Hänger sollte das Fohlen schonend und mit Zeit lerne. Bedenken Sie, dass auch wir Menschen einfacher lernen, wenn wir Zeit haben und uns in der Umgebung wohl fühlen. Wer sein Fohlen von Geburt an zu Hause hat, der sollte schon bald mit dem gewöhnen an den Menschen und an diverse Gegenstände beginnen. Doch immer mit Geduld und ohne dem Fohlen angst zu machen oder sogar Stress zu bereiten. Jedes Fohlen lernt verschieden schnell. Sie können also keine direkten Vergleiche ziehen zu anderen Fohlen. Das eine Fohlen kann etwas schon, das andere Fohlen jedoch noch nicht. Dafür kann dieses Fohlen vielleicht etwas anderes besser. Vermeiden Sie unbedingt einen Konkurrenzkampf zwischen den Fohlen Besitzer.

Verwenden Sie immer die gleichen Signale für das Gleiche. Je klarer Sie sich ausdrücken, des so einfacher versteht das Fohlen was Sie von ihm möchten. Wiederholen Sie immer wieder das gleiche Signal (für die gleiche Sache) bis ihr kleines Pferd verstanden hat. Üben sie immer wieder aber nicht zu lange. Jeden Tag ein wenig und nicht zu viele verschiedene Übungen gleichzeitig. Sie haben genug Zeit, nutzen Sie diese. Enden Sie immer mit einer positiven Erfahrung. Wenn die neue Übung noch nicht gut gelungen ist, so enden Sie mit einer die das Fohlen schon kennt und gut kann. Loben Sie oft und sparen Sie nicht an Belohnungen. Damit bauen Sie vertrauen auf und motivieren das Fohlen zum weiterlernen.



Wie gewöhne ich mein Fohlen ans Halfter


Als erstes benötigen Sie ein gutes Halfter. Benutzen Sie ein Fohlen Halfter. Auf keinen Fall sollten Sie ein Strickhalfter oder ein Knotenhalfter verwenden. Der Druck der Seile dieser Halfter kann zu Verletzungen führen. Sollte sich das Fohlen bedroht fühlt und voller Panik davon stürmt entsteht eine enorme Kraft.

Ihr Fohlen kennt Sie schon (oder sollte Sie zuerst kennen lernen), somit werden Sie ohne Probleme auf das Fohlen zugehen können. Hat das Fohlen seine Scheu noch nicht ganz verloren, so belassen Sie die Stute (Mutter) noch beim Fohlen. So können Sie das Vertrauen des Fohlens leichter gewinnen und vermeiden Stress und Angst. Zwingen Sie aber Ihr Fohlen nicht unter Gewalteinwirkung bei Ihnen zu bleiben.

Am Anfang sollten Sie das Halfter nur über das Ohr oder das Genick legen. So können Sie im Notfall das Halfter sofort vom Fohlen entfernen, sollte dieses sich ängstigen. Wiederholen Sie dies ein paar Mal. Belassen Sie es am ersten Tag aber bei dieser Übung. Geben Sie dem Fohlen Zeit sich auf das Neue einzustellen. Wenn dann das Fohlen diese Übung ohne Probleme über sich ergehen lässt, können Sie einen Schritt weiter gehen. Stülpen Sie das Halfter über die Nase des Fohlens. Aber nicht weiter. Versuchen Sie dies immer wieder, bis das Fohlen damit keine Probleme mehr hat. Geben Sie dem Fohlen eine Belohnung die es durch das Halfter nehmen muss. So verbinden Sie das Halfter mit einer Belohnung und nicht mit etwas, dass einem angst machen könnte. Mit etwas Übung wird das Fohlen den Kopf alleine ins Halfter Stecken um an seine Belohnung zu kommen. Was auch das Ziel dieser Übung ist.

Nun können Sie das Halfter über die Ohren stülpen und schließen. Hat das Fohlen nun doch angst so nehmen Sie das Halfter sofort weg. Versuchen Sie es wieder mit der Belohnung die es zuvor ohne Probleme genommen hat. Vielleicht braucht es noch ein wenig Zeit, geben Sie dem Fohlen diese. Versuchen Sie dann erneut das Halfter anzulegen.

Beim Abnehmen des Halfters lassen Sie das Fohlen nicht gleich weggehen. Ansonsten verbindet es dass ausziehen des Halfters mit dem sofortigen weggehen. Dies kann zu einer dummen Angewohnheit werden. Die vor allem beim späteren Zäumen störend ist. Auch ist es besser wenn das Pferd stehen bleibt auch ohne Halfter. So können Sie in einer Situation wo das Halfter reist damit rechnen, dass Ihr Pferd nicht gleich beim Nachbarn im Garten steht.

Ziehen Sie dem Fohlen das Halfter mehrmals an und wieder ab im Tag. Lassen Sie aber das Fohlen nicht ohne Aufsicht mit dem Halfter stehen oder sogar auf die Weide. Sollte es in Panik geraten, weil das Halfter sich irgendwo verfängt, können schwere Verletzungen entstehen. Auch werden Sie so schnell nicht wieder das Vertrauen des Fohlens erhalten.





Führen des Fohlens


Lassen Sie das Fohlen mit der Mutter in einen geeigneten Trainingsplatz bringen. Führen Sie dann das Muttertier wieder hinaus und reden ruhig mit dem Fohlen. Wenn Ihr Fohlen ohne seine Mutter unruhig ist und sich nicht konzentrieren kann, müssen Sie zuerst Ihrem Fohlen beibringen das es auch ohne Stute keine Angst zu haben braucht. Gehen sie dafür Schritt für Schritt vor. Am besten lassen Sie das Fohlen mal alleine in der Boxe jedoch am Anfang nur kurz und nie ohne Aufsicht. Vermeiden Sie auf jedenfalls Panik. So wird es lernen dass die Stute sicher wieder kommt. Verlängern Sie die Zeiträume wo das Fohlen alleine ist. Versuchen Sie danach das Fohlen in der Halle oder im Round Pen mal ohne Stute stehen zu lassen. Aber immer nur Schritt für Schritt. Sie haben genug Zeit Ihrem Fohlen alles beizubringen. Also nicht in Stress geraten wenn Ihr Fohlen ein wenig mehr Zeit braucht als das Fohlen Ihrer Nachbarn oder von Freunden. Können Sie dann Ihr Fohlen alleine warten lassen so streifen Sie dem Fohlen das Halfter einmal über. Dies sollte das Fohlen schon gut gelernt haben und nicht mehr stören. Sie können auch bei diesem Schritt Ihrem Fohlen Zeit lassen. Nehmen sie das Halfter wieder ab und bringen Sie die Stute zurück zum Fohlen. Es wird schnell lernen, dass dies alles gar nicht so schlimm ist, sofern Sie dem Fohlen keinen Stress bereiten und sein Vertrauen das es in Sie setzt nicht mit Lüge strafen. Wenn alles zu Ihrer Zufriedenheit ist gehen Sie einen Schritt weiter.

Zeigen Sie dem Fohlen, dass das Seil nichts Schlimmes ist. Sprechen sie ruhig mit dem Tier. Es kennt Ihre Stimme und weiß dass Sie ihm nicht wehtun. Schnallen Sie dann den Strick in den dafür vorgesehenen Ring ein. Sie sollten aber auf keinen Fall am Fohlen zerren und ziehen. Ansonsten wird das Fohlen nur Gegendruck halten. Je mehr Sie vorne ziehen desto mehr wird sich das Fohlen in den Boden stemmen. Drücken Sie stattdessen seitlich ein wenig auf das Fohlen ein. Natürlich nicht so fest dass das Fohlen stolpert oder Panik bekommt, aber genug um es ein wenig aus dem Gleichgewicht zu bringen. Das Fohlen wird so von alleine ausbalancieren. Üben Sie dies immer wieder. Das Fohlen wird so lernen auf seitlichen Druck zu reagieren und später dann auch auf Vorwärtsdruck. Auch wird es so von alleine versuchen dem Druck nachzugeben bevor Sie diesen ganz ausüben. Das Fohlen wird beginnen sich auf ihre Körberhaltung zu konzentrieren und zu reagieren.

Das Führen des Fohlens ist notwendig in vielen Situationen und Begegnungen und auch als ausgewachsenes Pferd wird es immer wieder angewandt. Wurde das Führen nicht Richtig gelernt können immer wieder gefährliche Situationen entstehen, die nicht immer gut ausgehen.

Das Führen ist ebenfalls eine Vorbereitung zum Longieren. Das Fohlen achtet auf ihre Körberhaltung, was beim Longieren noch wichtiger wird.

.....weiteres folgt in kürze,..


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