Classic-Horse GmbH


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Fahren

Rund ums Pferd > Reiten

Das Fahren

1. Genickstück
2. Spieler
3. Stirnband
4. Backenstück
5. Kehlriemen
6. Nasenriemen
7. Blendenriemen
8. Blendenriemenschnalle
9. Rosette
10. Blendeklappe



Der Fahrzaum kann auch keine Scheuklappen haben oder ein sogenannter Blinkerzaum. Dieser Hat an stelle der normalen Scheuklappen nur halbe Scheuklappen.

In dem abgebildeten Fahrzaum ist eine Liverpool-Kandare (Pumpgebiss) und einer Kinnkette eingeschnallt. Es gibt verschiedene Gebisse:


1. Liverpool-Kandare
2. Liverpool-Gebiss
3. Ellbogen-Kandare
4. Ellbogen-Gebiss
5. Post-Kandare
6. Doppelringtrense

Das Zäumen erfolgt erst nach dem Anschirren des Pferdes. Als Vorbereitung wird der Pferdekopf gebürstet und der Zaum auf ungefähre Kopfgrösse eingestellt (da jeder Zaum nur für ein Pferd genutzt werden sollte, erübrigt sich diese Arbeit nach dem Anpassen.). Der Zaum wird mit der rechten Hand am Genickstück gehalten, und mit der linken Hand wird die Trense vorsichtig dem Pferd in den Mund geschoben. Danach wird das Genickstück über die Ohren gezogen und die Schopfhaare vorne unter dem Stirnband hervorgesogen. Achten sollte man das die Haare glattgestrichen sind, sonst können sie das Pferd stören.

Das Gebiss muss am Mundwinkel anliegen, es darf am Maulwinkel bis zu zwei Falten bilden. Jedoch nicht mehr, wenn doch liegt die Trense zu hoch im Maul und man sollte etwas weiter Schnallen. Die gedachte Schnittlinie zwischen dem oberen und dem mittleren Drittel der Scheuklappen soll in Augenhöhe liegen. Die Scheuklappen sollen so am Gabelriemen verschnallt werden, dass sie nicht auf die Augen aufliegen oder sogar drücken. Zwischen Kehle und Kehlriemen muss eine aufgestellte Faust (durchschnitt Masse) Platz haben. Zwischen Nase und Nasenriemen müssen zwei Finger Platz haben (durchschnitt Masse). Das Kinnkettchen wird ausgedreht und lose eingehängt.



Aufschirren mit einem Kumt-Geschirr

Um das Pferd anzubinden, empfiehlt sich einen Halsriemen. Aber auch das Halfter wird genutzt solange dem Pferd nicht das Kopfstück angelegt wird. Am besten ist ein Gurtenhalfter, ein Lederhalfter könnte von den Schnallen zerkratzt werden. Mit der unteren breiten Seite wird das Kumt über den Pferdekopf gestreift. Danach werden die Kumtbügel auf dem Kumtkissen befestigt. Hierzu nimmt man die Kumtgürtel. Der diesem Zeitpunkt noch auf der Unterseite des Halses befindet. Das Kumt wird an der dünnsten Halsseite, immer mit der Mähne, gedreht und an die Schulter gelegt. Der Kumtgürtel wird das von der linken Seite aus zugeschnürt, damit das Kumt nicht verrutschen kann. Das Kumt liegt richtig, wenn man zwischen das Kumt und der Luftröhre eine Hand schieben kann. Zu enge oder zu weite Kumte können dem Pferd schaden. Als nächstes wird das Selletts aufgelegt. Wenn das Hintergeschirr und die Schweifmetze zusammengeschnallt sind, geht es einfacher. Das Sellett muss, wie ein Reitsattel korrekt auf den Pferderücken angepasst sein. Ein Sellett sollte so ziemlich an der gleichen Stelle wie der Deckengurt aufgelegt werden. Um die Schweifmetze anzulegen wird das Sellett ein wenig nach hinten gerutscht. Der Schweif wird angehoben und die Schweifmetze hindurchgeführt. Sobald man die Schweifmetze korrekt angebracht hat, kann das Sellett angehoben und nach vorne in die Richtige Lage gebracht werden. Jetzt wird der Bauchgurt angezogen. Hierbei ist zu beachten, dass keine Haut eingeklemmt wird und dass eine Hand zwischen Gurt und Pferdeleib liegen kann. Nun wird das Hintergeschirr befestigt. Es ist durch die Tragriemen verstellbar. Eine Handbreite unter dem Sitzbeinhöckers, sollte die obere Kante des Umganges liegen. Der kleine Bauchgurt darf nicht offen sein beim Anspannen des Pferdes. Es besteht die Gefahr, dass der Wagen nach hinten kippen kann, sollte das Pferd eine rasche Bewegung machen. Nun können die Fahrleinen eingezogen werden. Als letztes wird das der Fahrzaum angelegt. Auch dieser muss dem Pferd passen. Die Blendekappen sollten nicht zu hoch aber auch nicht zu weit unten liegen. Die Klappen sollten an der breiten Stelle auf der Augenhöhe des Pferdes liegen. So wie beim Reiterzaum, muss auch hier der ganze Zaum dem Pferd angepasst sein. Wenn dies nicht der Fall ist, können schwere Unfälle eine tolle Kutschenfahrt verhindern.

Das Hindernisfahren

Die Hindernisfahrt findet eigentlich immer auf Rasen oder auf Sand statt. Kleiner Anlässe können auch gut in einer Halle gefahren werden. Doch einen großen Anlass organisiert man am besten auf einer dafür geeigneten Rasen oder Sandplatz im freien. Für eine Hindernisfahrt benötigt man keinen speziellen Wagen, jedoch ist ein gutes Gespann nichts wert wenn der Wagen nicht angepasst ist. Der zustand des Materials sollte immer geprüft werden. Auch der Optische Anblick sollte korrekt sein. Nicht bei jeder Prüfung wird gleich gerichtet. Doch kann das Erscheinungsbild mit in die Wertung einfliesen (sofern die gemeldet ist).

Die Tore zwischen denen der Wagen hindurch gelenkt werden muss, sind 30-60cm breiter wie die Spurweite des jeweiligen Wagens. Die Tore bestehen aus zwei Pilaren (Pflöcke) auf denen jeweils ein Ball obenauf liegt. Schon bei der kleinsten Berührung fällt der Ball zu Boden. Dies gilt dann als Fehler. Auch die Zeit spielt eine Rolle. Es gibt ein Limit das nicht überschritten werden darf, ansonsten erhält man auch dort Strafpunkte. Am ende Gewinnt der, der am Schnellsten und mit den wenigsten Fehler durch die Tore ins Ziel gefahren ist. Selbstverständlich ist der Weg von Start bis ins Ziel vorgegeben, genauso wie bei andern Prüfungen im Fahr- und Reitsport.


Das Maratohn-Fahren

Der ganze Marathon findet in drei Prüfungen statt. Die erste ist die Gespannkontrolle und die Dressurprüfung, der zweite Teil besteht aus einer Geländeprüfung und der dritte Teil aus einer Hindernisprüfung. Um daran Teilzunehmen braucht man mindestens zwei Wagen der eine für die Dressurprüfung der andere für die Marathonprüfung. Für die Hindernisfahrt braucht es keinen bestimmten Wagen. Für den Zwei- und Vierspänner werden vorwiegend vierrädrige Wagen verwendet. Beim Einspänner können aber auch zweirädrige Wagen verwendet werden. Es ist Wichtig das die Wagen immer dem Gespann angepasst sind. So wie der Zustand einwandfrei ist.



Die Gespannskontrolle

Die Gespanne werden im Stand auf ebenem Grund von den Richtern geprüft. Die Richter prüfen den allgemein Zustand und den Eindruck der Pferde, sowie der Zustand von Wagen und Geschirr. Auch der Fahrer wird nach seinem Anzug geprüft, so auch der Beifahrer. Das ganze wird dann noch auf ein Einheitliches Bild und das Zusammenspiel von wagen, Geschirr und Kleidung beurteilt.



Die Dressurprüfung

Die Dressurfahrt findet auf einen Viereck statt, das entweder aus gemähtem Rasen oder aber aus Sand besteht. In der Prüfung werden die Freiheit und die Regelmäßigkeit der Gänge beurteilt. Auch der Schwung, die Harmonie, die Durchlässigkeit und die Leichtigkeit der Bewegung werden bewertet. Der Fahrstil, Exaktheit und die allgemeine Beherrschung des Wagens sind weitere Bewertungspunkte.



Die Marathonprüfung

Bei Zwei- und Vierspänner ist die Strecke 23-27km lang, für Einspänner darf sie bis zum 22km lang sein. Die Prüfung findet im offenen Gelände statt. Die Strecke ist in fünf Phasen unterteilt.

1. Phase wird im Trab gefahren
2. Phase wird im Schritt gefahren
3. Phase wird wieder im Trab gefahren
4. Phase wieder im Schritt
5. Phase wieder im Trab

Die letzte Phase enthält fünf bis Acht vorzugsweise natürliche Hindernisse. Das können Wasserhindernisse, Schlangenlinien, Bäume oder Zufälligkeiten des Geländes sein. Diese Marathonfahrt erfordert von Pferd, Ausrüstung und Trainer Mut, Entschlossenheit, Kondition und Kompetenz. Auch an den Wagen werden große Ansprüche gestellt. Der kleinste Materialfehler kann zu schweren Unfällen führen. Gerade im Fahrsport gehen Unfälle mit dem Wagen selten ohne schwere Verletzungen aus.



Die Hindernisprüfung

Die Hindernisprüfung findet auf einem weiten, Grasgewachsenen Platz statt. Dort werden Tore (bestehend aus zwei Pilaren) aufgestellt. Der Wagen muss hindurch fahren ohne anzustoßen. Die Tore sind 30-60cm breiter als die Spurweite des Wagens. Oben auf den Pilaren werden kleine Bälle (meistens Tennisbälle) hingelegt. Diese fallen beim kleinsten Kontakt zu Boden. In diesem Teil der Prüfung können die Richter sehen wie ein Gespann in der Kondition steht und ob die Konzentration immer noch vorhanden ist. Die gilt für beide (Fahrer und Gespann).


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