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Ernährung

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Man ist was man frisst

Grundfutter

Die Basis einer gesunden Fütterung stellt das Grundfutter dar. Es nimmt den größten Anteil der täglichen Futterration ein und soll den Erhaltungsbedarf an Nährstoffen eines Pferdes abdecken. Grundfuttermittel haben außerdem auf Grund ihres hohen Rohfasergehaltes eine große Bedeutung für inaktive Funktion des Verdauungskanals.
Ein großes Problem in der Praxis ist leider all zu oft eine mangelhafte Grundfutterqualität. Die Verfütterung von Grundfutter schlechter Qualität führt zu:

• Koliken
• Durchfällen
• Atemwegsprobleme
• Allergische Reaktionen
• Hautprobleme
• Und noch einige mehr.

Aus diesem Grund geben wir Ihnen Praxistipps zu den vier verschiedenen Grundfuttersorten.



Grünfutter

Langsame Umstellung von Stallfütterung mit rohfaserreichem Futter, auf rohfaserreiche Grasfütterung im Frühjahr. Den Pferden sollte man ca. 3 Wochen Zeit geben, um sich umzustellen. Hierfür eignet sich ein tägliches ansteigendes Weideintervall.
Pferde die ganztägig auf der Weide sind, brauchen bei leichter Arbeit in der Regel kein zusätzliches Grundfutter mehr. Jedoch ist der Mineralstoffgehalt und der Vitaminbedarf sowie die Spurenelementversorgung, in den meisten fällen nicht gewährleistet.
Pferde die ganztägig auf üppiger Weide gehalten werden, verfetten jedoch zu schnell. Die Lösung ist: Gras rationieren! Besser ist also, nur ein Stundenweiser Weidegang, oder Portionsweiden.

Achtung Hufreh!! Gras kann erhebliche Gehalte an Fructanen aufweisen. Fructane zählen zu den Hauptverursachern von Hufreh. Besonders hohe gehallte können im jungen Gras enthalten sein. Sowie bei niedrigen Temperaturen, nach Nachtfrösten und im Herbst mit Sonnenschein, sind die Fructangehalte besonders hoch.



Heu

Eine gute Heuqualität ist ausschlaggebend für Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Pferde. Darum sollten Sie auf folgende Qualitätskriterien achten.

• Gutes Heu, sieht frisch und grün aus.
• Gutes Heu, riecht frisch und angenehm.
• Gutes Heu, sollte sich rau anfühlen.
• Verunreinigungen wie Staub, Erde und Strohanteile ect. haben nichts im Heu zu suchen.



Silage

Silage eignet sich besonders gut für Pferde mit Stauballergien und Probleme der Atemwege. Zum Einsatz sollte nur Anwelksilage oder Heulage kommen. Silage mit weniger als 35% Trocknunksubstanzgehalt, sollte wegen dem niedrigen Rohfasergehaltes nicht verwendet werden. Bei Rundballensilage in Folienverpackt, kann es sein, dass der Keim (clostridium botulnum) durch Erdpartikel, Staub oder Tierkadaver in den Ballen, unter der luftdichte gifte bildet. Infektionen solcher Art, können das Pferd töten.

• Gute Anwelksilage ist von grüner Farbe, und gute Heulage ist hellgrün
• Gute Silage, riecht aromatisch und angenehm säuerlich bis brotartig.
• Gute Silage, fühlt sich griffig an.
• Gute Silage, enthält keine Verschmutzungen, faulige oder sogar weiße Stellen.



Stroh

Stroh kann als Teilersatz von Heu dienen. Aufgrund des geringen Nährstoffgehalts und der geringen Verdaulichkeit, dient Stroh hauptsächlich als Beschäftigung. Aber auch um ein Sättigungsgefühl zu erreichen. Stroh kann auch ein geringes Angebot an Rohfaser enthalten. Diese tragen zur Erhaltung der Darmflora bei.

• Gutes Stroh, ist von gelber Farbe.
• Gutes Stroh, riecht frisch und nicht muffig.
• Gutes Stroh, fühlt sich rau an und enthält keine Verunreinigungen sowie keine schimmligen Stellen.

Es ist sehr zu empfehlen, dass Sie ihr Pferd beim Arzt oder einer mobilen Pferdewaage, auf die Wage stellen, um das genaue Körpergewicht des Tieres zu erhalten und den ganz genauen Futterplan erstellen zu können. Am besten gleich mit Ihrem Tierarzt und/oder Futterhändler.



Mineralfutter

Füttert man ein Mineralfutter, das nicht in die Ration passt, kann es zu einem schlechtem Calcium und Phosphor Verhältnis kommen. Ebenso zu einem Vitamin - sowie Spurenelementmangel oder Überschuss der sich auf die Gesundheit des Pferdes auswirken kann. Für den Pferdebesitzer ist es nicht einfach, das Richtige für sein Pferd zu finden, sowie die richtige Zusammensetzung der verschiedenen Futterarten.

Die Folgen eines schlechten Calcium - Phosphorverhältnis bzw. von Überschüssen und Unterversorgung an diesen wichtigen Mineralstoffen sind:

• Knochen und Sehnenschäden
• Unspezifischen Lahmheiten
• Spurenelementmangel der sich durch Immunsystemschwächen, Hautproblemen usw. äußert, da durch ein Überschuss z.B. an Phosphor oder Calcium die zugeführten Spurenelementen vom Pferd nicht verwendet werden können.

Die tägliche Grundfuttergabe hat die Aufgabe, den Erhaltungsbedarf eines Pferdes zu decken ( siehe Grundfutter ). Kraftfutter liefert darüber hinaus, vor allem Energie (meist in Form von Stärke) und Eiweiß, um den Leistungsbedarf des Tieres bei der Arbeit zu decken. Auch hier kommt es auf einwandfreie Qualität und das richtige Aufschlussverfahren für das jeweilige Getreide an.



Hafer

Hafer zählt zu den bevorzugten Getreidesorten. Hafer weist auf folgende Vorteile auf:

• Gute Verdaulichkeit.
• Hohe Gehalte an ungesättigten Fettsäuren und Schleimstoffen.
• Hafer kann jedoch durch andere Getreidearten und Ergänzungsfuttermittel voll. ersetzt werden.
• Quetschen des Hafers, ist nur bei alten oder jungen Pferden sowie bei Pferden mit Gebissproblemen vorteilhaft.

Je größer und runder das Korn ist, desto größer ist der Energiegehalt, umso geringer der Eiweißgehalt.
Graue Beläge und graubraune Farbveränderungen deuten auf Schimmelpilzbefall hin.
Kauprobe: Hafer sollte zunächst mehlig und nussig schmecken, später dann süßlich. Bei bitterem Geschmack ist Vorsicht angesagt den das heißt ebenfalls Pilzbefall.
Haferkorn in der Mitte halbieren: dann sollte eine Hellweiße Farbe zum Vorschein kommen! (Erwünscht).



Gerste

Beinhaltet mehr Energie als der Hafer. Ebenfalls hat die Gerste geringe Verdaulichkeit und sollte daher nur fein geschrotet, sogar noch besser ist sie hydrothermisch aufgeschlossen verfüttert werden.
Aber VORSICHT, überhöhte Gerstenfütterung kann zu Hufrehe führen!



Mais

Eiweißarmer und dennoch energiereicher als der Hafer.
Geringe Verdaulichkeit, deshalb muss Mais vor der Verfütterung unbedingt geschrotet werden. Um die besten Nährstoffausnutzung zu erzielen, empfiehlt man Mais als hydrothermische Maisflocke einzusetzen.

Wie schon erwähnt, wiegen Sie Ihr Pferd beim Tierarzt oder bei einer Mobilen Pferdewaage. Schätzen Sie das Gewicht nicht, denn so ersparen Sie sich mögliche hohe Arztkosten.

Dies nur ein kleiner Teil über die Pferdefütterung, aber wir werden über dieses Thema sicher noch mehr erarbeiten. Bis dahin nehmen Sie am Besten Kontakt mit Ihrem Tierarzt oder Ihrem Futterhändler auf, um mit ihnen gemeinsam den Futterplan zu erstellen. Denn jedes Tier ist wie wir Menschen anders, auch im Essverhalten. Somit braucht jedes Pferd sein individuell zusammengestelltes Futter. Eine Mobile Pferdewaage finden Sie unter www.pferdewaage.ch.



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