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Der Marathonlauf der Pferde
Das Distanzreiten hat eine lange Geschichte. Schon vor zweittausend Jahren brauchte man das Pferd um Distanzen zu überwinden. Seine Schnelligkeit und Ausdauer wurde auch im Krieg und in der Schlacht genutzt. Auch um Nachrichten so schnell wie möglich von einem Ort zum anderen zu bringen wurden Pferde eingesetzt. Erst mit der Erfindung vom ersten Telefon (im Jahr 1863 von Philipp Reis; das erste in der Praxis eingesetzte Telefon stammt von Alexander Graham Bell aus dem Jahr 1877.) Der Hengst Bukephalos vom Alexander dem Grossen soll ihn 18000 km weit getragen haben. In der Zeit nach Alexander dem Grossen wurden zum Beispiel Strecken von 480km in drei Nächten zurückgelegt. Das kann man vielleicht als nicht viel ansehen, doch wenn man sich vorstellt das die Ponys damals diese Strecke jede Woche zurücklegten und dies über sechs Monate, ist es eine gewaltige Leistung. Heute benötigt man kein Pferd mehr um weite Distanzen zurück zu legen. Doch diese Leistung wurde u einem Sport. Im Jahr 1886 wurde in den USA ein Rennen über 2880km von 56 Teilnehmern begonnen. Der Sieger benötigte 31 Tage und legte eine Strecke von 93km in Tag zurück. Der Zweite brauchte zwei Wochen mehr. Mit dem Aufkommen der Autos und der allgemeinen Motorisierung verschwanden auch die Pferde und ihr Einsatz im Distanzreiten. Doch im Jahr 1920-1922 führten die Engländer jährlich ein Distanzrennen über 400-480km durch. Doch rein sportliche Veranstaltungen, die weder der Zuchtshow noch einer militärischem Zweck dienen, wurden erst im nach dem zweiten Weltkrieg organisiert.
Wie bei einem Marathon für Menschen ist das Motto von Distanzritten: Wer ankommt hat schon Gewonnen. Vor dem Start wird jedes Pferd Tierärztlich untersucht. Nach dem Ritt wird das Pferd wieder untersucht. Auch bei mehrtägigen Ritten werden die Pferde immer wieder Untersucht. Die Untersuchung beinhaltet den Allgemeinzustand so wie den Puls- und die Atmungskontrolle. Diese Grenzwerte müssen nach 20 Minuten erreicht sein, ansonsten werden das Pferd und der Reiter aus dem Rennen genommen. Das Gleiche gilt bei längeren Pausen. Auch Pferde die den Tierarzt benötigen werden aus dem Rennen genommen. So wie bei allen Sportarten ist auch hier das Doping der Pferde verboten.