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Barockpinto

Rund ums Pferd > Rassen

Herkunft und Geschichte der Barockpintos
(Copyright by www.barockpinto.ch)


In langjährigen Arbeiten und Nachforschungen von Karin-Daniela Guglielmana und Carmen Susenburger, können wir Ihnen anhand von Originalfotos und Originaltexten die wahre Geschichte über die Barockpintos niederlegen.

Bonte Nico van Friesland
Ursprünglich gibt es diese Rasse schon seit der 50er Jahren in Friesland und wurde von Albert Keulen mit dem bekanntesten Schecke der Niederlande Bonte Nico gegründet.
Die durch verschiedene Anpaarungen mit Alt- Gelderländerschecken (recht nahe Verwandtschaft zu Friesen) und Friesenpferden, gibt es inzwischen eine ganze Reihe dieser Schecken.
Am bekanntesten ist unser Hengste Niko II (Frâns), der beinahe 90 % Friesenblut hat.
Bonte Nico ist 1957 geboren und wurde auch Nico van Friesland genannt. Laut der Überlieferung wahr die Mutter rein friesisch.
1962 wurde Bonte Nico vom 81 jährigen P. S. Hellinga gekauft, wo er in Friesland mit dem wunder- schönen Rappschecken überall auffiel. Bonte Nico wurde auch bei der Niederländischen Warmblutzucht anerkannt.
Später wurde der Hengst Bonte Nico auf Drängen von Züchtern, die Angst um ihre eigenen Bedeckungen hatten, abgekört. Zu diesem Zeitpunkt existierten jedoch bereits dermaßen viele, schöne und gute Nachkommen, dass die Züchter, die für Bonte Nico waren, regelrecht auf die Barrikaden gingen.
Bonte Nico war zu seiner Zeit das populärste und umstrittendste Pferd in den Niederlanden, ihn kannte jeder. Kaum eine Woche, in der nicht irgendeine Zeitungsmeldung über ihn war.
Und obwohl der Hengst nun abgekört war, schaltete sein Eigentümer P. S. Hellinga zum Trotz fleißig weiter Deckanzeigen. In diesen war jedes Mal der Hengst mit Foto zu sehen, sowie oft auch ein schlaksiger Werbespruch, z.B.:
„Die Milchpreise fallen- doch Bonte Nico´s steigt wieder“
„(und zwar nicht das Deckgeld, sondern die Nachfrage der Stuten nach ihm)“ .
Bonte Nico sorgte 1966 für Schlagzeilen in Holland, denn es verursachte erheblichen Wirbel, als es um seine Deckerlaubnis ging.
Der zuständige Zuchtverband wollte den Hengst des alten Groninger Typ nicht als Vererber haben und verweigerte dem Hengst daher die Körung. Da der Schecke bei den Stutenbesitzer aber überaus beliebt war, brachten die Züchter aus der Umgebung trotzdem ihre Muttertiere zur Bedeckung.
Nach einer zweiten gescheiterten Vorstellung bei der Körkommission bombardierte der damals 83 jährige P.S. Hellinga das Landwirtschaftsministerium in Den Haag und Prinz Bernhard mit Bittbriefen, dem vielumworbenen „Bonte Nico“ die Potenz zu lassen, nachdem man aus den Reihen des Zuchtverbandes gedroht hatte, der Hengst müsse kastriert oder erschossen werden.
P. S. Hellinga schaffte es letztendlich ihn mit einer Sondergenehmigung. Was niemand für möglich gehalten hatte, der Hengst erhielt die erste regierungsamtliche Ausnahme- genehmigung zum Decken, allerdings befristet. Daraufhin deckte „Bonte Nico“ in hundert Tagen 118 Stuten! Danach wurde der inzwischen neunjährige Hengst endlich in das Register aufgenommen.
P. S. Hellinga startete immer wieder Aktionen, um Bonte Nico im Gespräch zu halten, wie z.B. im September 1966 in Franeker.
P. S. Hellinga und Albert Keulen spannten Bonte Nico mitten auf dem Marktplatz vor eine leichte Kutsche (Sjees) und ließen ihn auf und ab flanieren. Derweil füllte sich hinter ihm der Platz mit Züchtern, die allesamt einen Nachkommen von Bonte Nico mitgebracht hatten; einfarbige und – in der Überzahl- gescheckte Fohlen. Natürlich hatten fleißige Helfer die Aktion in Windeseile zuvor bekannt gemacht .

Barockpinto
Ein im barocken Friesentyp stehender Pinto.
Ursprung-Herkunft:
Niederlande
Größe:
145 cm - 167 cm
Farben:
Plattenscheckung mit Tobiano- oder Overozeichnung.
Kopf:
Nicht zu langer, kräftiger Kopf, leichte Ramsnasigkeit ist rassetypisch.
Hals:
Kräftiger, gut bemuskelter Hals mit verhältnismäßig hoher Aufrichtung.
Körper:
Ist im Friesentyp stehendes warmblütiges, kurz gedrungenes Reitpferd mit breiter Brust, nicht zu langem Rücken, gut abgerundete Kruppe und ausgeprägte Bemuskelung.
Fundament:
Stark, trocken mit ausgeprägten Gelenken: gut geformte, harte Hufe .
Bewegungsablauf:
Erwünscht sind taktsichere Bewegungen, leicht, frei, getragen und etwas kniehoch.
Einsatzmöglichkeit:
Es zeichnet sich besonders als Reit-, Fahr- und Voltigierpferd aus.
Besondere Merkmale:
Freundlicher und umgänglicher Charakter, sowie große Gelehrigkeit in der Ausbildung und eignet sich darüber hinaus besonders für die Lektionen der Hohen Schule.
Zuchtgeschichte:
Die Rasse entstand in den 50iger Jahren. Stammvater der Barockpintos ist der Hengst Bonte Nico van Friesland.





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